Radiologie
Knochendichtemessung

Knochendichtemessung

Die Abnahme der Knochenmasse gehört zum normalen Alterungsprozess. Der Abbau der kleinen Knochenbälkchen mit Veränderung der Mikrosturktur des Knochens ist häufig eine Folge von hormonellen Einflüssen. Die Kortikalis (äußere Schicht des Knochens) wird immer dünner. Dadurch verliert der Knochen seine Stabilität und das Risiko für einen Knochenbruch steigt. Knochenbrüche kommen am häufigsten an den Wirbelkörpern und dem Oberschenkelhals vor.

Um den Grad der Schwächung Ihrer Knochendichte zu ermitteln, bieten wir Ihnen das Verfahren der DEXA-Messung (Dual Energy X-Ray Absorptiometry) an. Mit dieser Methode kann unter Anwendung von sehr geringer Röntgenstrahlung die Knochendichte gemessen werden. In der Regel wird hier die Knochendichte der Lendenwirbelsäule und des Oberschenkelhalses gemessen. Die Knochendichte wird im Vergleich zu Knochendichtewerten junger gesunder Menschen beurteilt (T-Wert).

Die DEXA-Messung ist eine anerkannte Methode zur Diagnose und Verlaufsbeurteilung der Osteoporose.

Klassifikation der Weltgesundheitsorganisation

Je nach Höhe des T-Wertes wird unterschieden:

  1. Normalbefund
  2. Vorstadium der Osteoporose bei niedriger Knochenmasse (= Osteopenie)
  3. präklinische Osteoporose
  4. Osteoporose ohne Frakturen
  5. manifeste Osteoporose = Osteoporose mit Frakturen
  6. fortgeschrittene Osteoporose

Risikofaktoren für Osteoporose

  1. fortgeschrittenes Alter (Frauen ab dem 60. Lebensjahr und Männer ab dem 70. Lebensjahr)
  2. Diabetes Mellitus Typ 1
  3. Rheumatoide Arthritis
  4. Einnahme bestimmter Medikamente, z.B. Kortison